Reisen mit Hund

Hunde lieben Auto fahren


Hunde sind, im Gegensatz zu anderen Haustierarten, in der Regel begeisterte und problemlose  Mitfahrer. Das Auto ist daher das ideale Verkehrsmittel für eine Urlaubsreise mit Bello & Co. 

Die Reise mit dem Auto hat vor allem den Vorteil, dass Sie selbst bestimmen können, wann, wo und wie häufig Zwischenstopps eingelegt werden. Achten Sie darauf, dass Sie mindestens alle zwei bis drei Stunden eine Pause machen, in der Ihr Tier zu Trinken und etwas Auslauf bekommt. 

Während der Pausen nehmen Sie Ihren Hund unbedingt an die Leine. Bringen Sie außerdem am Halsband eine Marke mit Ihrer Heimat- und Urlaubsadresse sowie Ihrer Telefonnummer an. Im Falle des Falles haben Sie so die besten Chancen, dass Ihr Hund identifiziert und wieder zu Ihnen zurückgebracht wird. 

Empfehlenswert ist auch, den Hund vor der Reise im Haustierregister zu registrieren. Dazu ist eine Markierung mittels Tätowierung oder Chip notwendig. 

Angenehme Reise!

Fahren Sie am besten nachts oder frühmorgens, so vermeiden Sie größere Staus. Auch sind besonders im Sommer die Temperaturen in den Morgen- oder Abendstunden noch angenehmer. Achten Sie darauf, dass Ihr Hund im Auto keine Zugluft abbekommt, da er sich sonst leicht eine Bindehautentzündung zuziehen kann. 

Um Erbrechen und Übelkeit vorzubeugen, sollten Sie dem Hund mindestens 4 Stunden vor der Abreise sowie während der Fahrt nichts zu Fressen geben.

Wenn Sie auf einer bergigen Strecke unterwegs sind, nehmen Sie aber einen Kauknochen oder kleine Leckerlis mit. Das Kauen beseitigt den Druck in den Ohren. Achten Sie darauf, ob Ihr Hund häufig gähnt oder hechelt, denn damit versucht er, den Druck auszugleichen.

Sicherer Transport 

Am sichersten reisen Hunde in einer passenden Transportbox. Je nach Größe wird die Box im Fußbereich hinter dem Vordersitz, auf dem Rücksitz oder im Kofferraum fixiert. 

Ihr Vierbeiner sollte sich unbedingt vor der Reise schon an die Box gewöhnt haben. Die Transportbox also wenn möglich schon im Vorfeld zu Hause aufstellen. Gemütlich mit Decken und Spielzeug eingerichtet, kann sie sogar schnell zum Lieblingsschlafplatz werden. 

Eine Alternative zur Transportbox,  vor allem für sehr große Hunde, ist ein Sicherheitsgurt, mit dem das Tier auf dem Rücksitz angeschnallt wird. Achten Sie darauf, dass der Gurt gut sitzt und nicht zu lang ist. Falls sie einmal stark bremsen müssen, wird Ihr tierischer Mitfahrer sonst durch das Fahrzeug geschleudert. 

Netz und doppelter Boden

Eine weitere Möglichkeit ist eine Schondecke, die zwischen den Kopfstützen von Vorder- und Rücksitzen angebracht wird. In der so entstandenen Mulde kann Ihr Hund bequem liegen. Vergessen Sie aber nicht, ihn zusätzlich mit einem Hundegurt anzuschnallen. 

Wenn Sie Ihren Vierbeiner im Kofferraum transportieren, bringen Sie zwischen Ladefläche und Sitzbereich ein Trenngitter oder -netz an. Die Trennung muss gut verankert und dem Gewicht des Hundes angepasst sein. Netze bieten daher nur bei kleineren Tieren Schutz.

Kostbare Ladung

Achten Sie immer darauf, dass Ihr vierbeiniger Freund während der Fahrt gut gesichert ist. Sollten Sie kontrolliert werden und Ihr Hund nicht ausreichend gesichert sein, droht Ihnen ein Bußgeld bis 50 Euro, schlimmstenfalls sogar Punkte in Flensburg. Denn ein Hund gilt laut StVO als Ladung und muss entsprechend gesichert werden. 

Das hat im Rahmen der Verkehrssicherheit durchaus seinen Sinn. Sie müssen gar nicht schnell unterwegs sein: Schon bei einer Geschwindigkeit von 50 km/h fliegt ein ungesicherter Hund bei einer Vollbremsung mit dem 30-fachen seines Körpergewichts nach Vorne und kann damit sich selbst und allen übrigen Insassen großen Schaden zufügen. 

Es kann heiß werden

Besonders in den Sommermonaten hört man immer wieder von dramatischen Rettungsaktionen oder sogar Todesfällen, weil Besitzer ihre treuen Vierbeiner bei praller Sonne im Auto zurücklassen. Lassen Sie Ihren Hund also niemals längere Zeit alleine im Auto. Schon bei einer Außentemperatur von 20° C heizt sich die Luft im Auto schnell bis 50° C auf. 

Hunde können höchstens an den Pfoten ein Wenig schwitzen, alles andere müssen sie durch Hecheln ausgleichen. Eine Überhitzung endet dann schnell mit einem Kollaps oder gar dem Tod. Denken Sie auch daran, dass die Sonne wandert und ein zunächst im Schatten abgestelltes Auto ganz schnell in der prallen Sonne stehen kann. 

Trainingsprogramm für Problemfälle

Ihr Hund gehört zu den wenigen, die nicht gerne Autofahren? Wenn Sie trotzdem planen, mit dem Auto zu verreisen, müssen Sie rechtzeitig damit beginnen, den Hund ans Autofahren zu gewöhnen.

Lassen Sie zunächst eine Mahlzeit ausfallen und füttern Sie Ihr Tier statt dessen im stehenden Auto mit einer Leckerei. Dieses Vorgehen sollten Sie eine Zeit lang wiederholen. Klappt alles gut, dann gehen Sie einen Schritt weiter: Starten Sie das Auto und lassen Sie kurz den Motor laufen, während Ihr Hund im Auto frisst. Auch dies wiederholen Sie einige Male. 

Schließlich können Sie während der Fütterung eine kurze Strecke mit dem Vierbeiner fahren. Am Ende der Fahrt sollte dann unbedingt eine Belohnung warten – in Form eines schönen Spaziergangs oder eines Spieles. Ziel des Trainings ist, dass der Hund mit dem Autofahren ein angenehmes Erlebnis verbindet. Planen Sie auf jeden Fall ausreichend Zeit ein (mehrere Wochen). 

Als Hilfe für ganz schwere Fälle fragen Sie Ihren Tierarzt nach einem Medikament für die Reise. Solche Medikamente wirken beruhigend, angstlösend und verhindern Erbrechen. 

Sollte trotz aller Gewöhnung einmal ein kleines Malheur passieren, schimpfen Sie nicht mit Ihrem Hund, aber bemitleiden sie ihn auch nicht zu sehr. 

Eva Anzenbacher 

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