Geld verdienen als Hundesitter

Was kann man als Hundesitter mit Gassigehen und Co verdienen?


Vor allem berufstätige Hundebesitzer suchen oft jemanden, der sich unter der Woche um ihren Vierbeiner kümmert. Für tierliebe Schülerinnen der ideale Nebenjob, um das Taschengeld aufzubessern. Und Profis machen sogar einen richtigen Beruf daraus.

Wie so oft kommt es zunächst auf das berühmte „Wer-Was-Wo-Wann-Wie“ an. Es macht z.B. einen Unterschied, ob eine 14-jährige Schülerin oder ein erfahrener, gewerblicher Hundesitter das Tier betreut. Auch die finanzielle Situation des Hundebesitzers sowie das Verhältnis zu ihm spielen eine Rolle. 

Ausschlaggebend für den Preis sind außerdem Betreuungsumfang (z.B. nur Gassi gehen oder eine Ganztagsbetreuung), Rasse des Hundes (gutmütiger Dackel oder bewegungsfreudiger Labrador), Arbeitsaufwand (z.B. intensive Welpenbetreuung) und Anfahrtsweg. 

In Großstädten, wo die Nachfrage nach Hundesittern in der Regel höher ist und man eventuell einen weiteren Weg zum nächsten Hundeauslaufplatz zurücklegen muss, kann man mehr verlangen als auf dem Land, wo Wald und Wiesen direkt vor der Haustür liegen. 

Die Preisbildung hängt also von vielen verschiedenen Faktoren ab. Deshalb sind hier Preisspannen angegeben, die als Anhaltspunkt und Vergleich dienen sollen. 

Gassi-Service

Geht man in der Freizeit als Privatperson (Schülerin, Studentin, Rentner) mit einem Hund Gassi, kann man dafür etwa zwischen 3 und 15 Euro pro Stunde verlangen. Oft handelt es sich in diesen Fällen auch um eine Art Freundschaftsdienst, die dann entsprechend mit einer kleinen Aufwandsentschädigung belohnt wird. 

Lernt man den Hundebesitzer erst über eine Anzeige kennen oder hat man einen weiten Anfahrtsweg (mit dem Auto), kann man aber durchaus Preise bis ca. 10 Euro verlangen. Preise über 10 Euro werden für einen Gassi-Service aber meist nur in Großstädten bezahlt. 

Als professioneller Dogwalker kann man je nach Hund, Region und Anzahl der gleichzeitig betreuten Tiere etwas mehr verlangen, etwa zwischen 8 und 20 Euro pro Stunde. 

Da ein professioneller Hundesitter, der ein Gewerbe angemeldet hat, von seinen Einnahmen Steuern und Sozialabgaben zahlt, kann bzw. muss er etwas mehr verlangen als Privatpersonen. Oft bieten gewerbliche Gassi-Services auch ein Gruppen-Gassi an, das dann für den einzelnen Hund in der Regel etwas günstiger ist. 

Tagesbetreuung

Wird ein Hund den ganzen Tag über betreut, inklusive Spaziergänge, Spielen, Füttern etc., dann kann man als Privatperson pauschal etwa 7 bis 15 Euro verlangen. Je nachdem, um welchen Hund es sich handelt und wie intensiv die Betreuung sein muss. Das Hundefutter sollten die Besitzer am besten selbst mitbringen, so vermeidet man auch Probleme mit der Nahrungsumstellung. 

Gewerbliche Hundesitter oder Tierpensionen können eine ganztägige Betreuung für 12 bis 20, mit Aufschlägen für Sonn- und Feiertage auch für 25 Euro anbieten. Ob man im Preis das Futter inkludiert, muss man sich überlegen. Einige Betreuer bieten auch an, das gewünschte Futter in Absprache mit dem Besitzer selbst zu besorgen oder halten ein allgemein gut verträgliches Futter bereit. 

Betreuung rund um die Uhr

Bleibt ein Hund auch über Nacht, kann man sowohl als privater als auch als gewerblicher Hundesitter etwas höhere Preise verlangen als für die Tagesbetreuung. Mitunter bis 20 Euro (private) oder 30 Euro (gewerbliche), wenn es sich um Welpen oder andere sehr betreuungsintensive Hunde handelt.

In Hundepensionen ist es allerdings eher üblich, Rabatte anzubieten, wenn ein Hund längere Zeit am Stück dort untergebracht ist. Preise zwischen 12 und 30 Euro sind im Rahmen. Professionelle Hundesitter oder Pensionen berechnen zudem oft für Sonn- und Feiertage einen höheren Tagessatz.

Entscheidet man sich dazu, auch Listenhunde zu betreuen, sind für diese Hunde Preise bis 40 Euro gerechtfertigt.  

Angebot und Nachfrage

Wie auf allen Märkten, so bestimmen auch auf dem Hundesitter-Markt Angebot und Nachfrage den Preis. Angehende Hundesitter, ob privat oder gewerblich, sollten deshalb zunächst recherchieren, welcher Bedarf in ihrer näheren Umgebung besteht und ihre Preise und Dienste dementsprechend ausrichten. 

Eva Anzenbacher

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