Kindgerechte Haustiere

Kaninchen, Meerschweinchen, Hamster und Co.


In der folgenden Übersicht haben wir einige Tipps zusammengestellt, die Ihnen beim Erwerb eines Haustieres für Ihr Kind helfen sollen. Welche Haustiere für welche Altersgruppen am ehesten geeignet sind, lässt sich  nicht pauschal bestimmen, doch ist es hilfreich zu wissen, auf welche Besonderheiten im Umgang mit Tieren zu achten ist.

Häufig entscheiden sich Eltern zu voreilig für ein Kleintier, da diese Tiere oft nicht so lange leben wie ein Hund oder eine Katze und zudem sind sie nicht so teuer und scheinen pflegeleicht zu sein, doch nicht immer stimmt das und die beste Lösung ist es auch nicht unbedingt. Kleintiere sind nicht immer für Kinder geeignet, erst recht nicht für die ganz kleinen. Kaninchen, Meerschweinchen, Hamster und Co. sind Nachttiere. Tagsüber wollen sie vor allem schlafen und ihre Ruhe haben, nachts können sie dann schon mal eine Menge Lärm machen. Sie sind kein Spielzeug und können auch mal zubeißen, wenn es ihnen zu viel wird. Gerade die kleineren Kinder können beim Spielen auch mal grob werden, da sie es einfach noch nicht so recht einschätzen können, das Tier bekommt Angst und kann dann schon mal aggressiv werden. Doch natürlich gibt es auch Kleintiere, die sehr zahm sind, und vor allem für etwas ältere Kinder sind diese Kleinen die perfekten Haustiere und Freunde.


Kaninchen

Kaninchen sind sehr scheue Tiere, die dennoch nach einer Weile überaus zahm werden können. Sie mögen keinen Lärm und sind unter anderem deshalb nicht besonders für aufgeweckte und muntere Kinder geeignet. Gejagt oder gescheucht zu werden, mögen sie ebenfalls nicht. Die Tiere kommen lieber selbst auf den Menschen zu, bauen aber nur sehr langsam ein Vertrauen auf. Wenn man allerdings ihr Vertrauen gewonnen hat, dann lassen sie sich streicheln und man kann durchaus mit ihnen schmusen. Es sind überaus muntere Tiere, die einen großen Bewegungsdrang verspüren und sollten demnach so oft wie es geht die Möglichkeit dazu bekommen. Doch Achtung, sie knabbern gerne Kabel und anderes an.

Die Pflege eines Kaninchens lässt sich für ein Schulkind, das nicht mehr ganz so jung ist, mit ein wenig Hilfe der Eltern prima bewältigen. Der Käfig muss nur ein- bis zweimal die Woche gereinigt werden, das Essen und Trinken muss täglich kontrolliert werden.

Kaninchen sollte man am Besten zu zweit halten, denn es sind sehr gesellige Tiere, die nicht gerne alleine sind und sich schnell langweilen, erst recht, wenn der Auslauf mal zu kurz kommt. Sie können bis zu zehn Jahre und älter werden.


Meerschweinchen

Meerschweinchen werden oft als das perfekte Haustier gesehen, da sie augenscheinlich sehr zahm sind und gerne auf den Arm genommen werden. Auch Kinder können gute Meerschweinchenhalter sein, sollten aber von ihren Eltern genau angeleitet werden. 

 

Denn Meerschweinchen sind eigentlich Fluchttiere. Bei unbekannten Geräuschen oder schnellen Bewegungen rennen sie schnell in ihr Versteck. Meerschweinchen mögen es absolut nicht, wenn sie hoch genommen werden. Für sie ist es vergleichbar mit dem Gefangen werden durch einen Greifvogel. Auch Kuscheln ist keine natürliche Verhaltensweise von Meerschweinchen. Am Besten gewinnt man das Vertrauen, wenn sie immer genügend Frischfutter zur Verfügung haben und sich dann auch im satten Zustand nähern und beispielsweise an der Hand des Halters schnüffeln. 

 

Der Käfig sollte nicht zu klein und mit einem Häuschen ausgestattet sein, damit das Meerschweinchen sich dort verkriechen kann zum Verstecken und zum Schlafen. Der Käfig sollte alle zwei Tage gereinigt werden. Zudem müssen Krallen ab und zu gestutzt und langhaarige Tiere gebürstet werden. Auch Meerschweinchen sollte man im Besten Fall zu zweit halten. Allerdings ist hier zu beachten, dass bei einem Pärchen das Männchen kastriert sein sollte. Zudem verstehen sich zwei Weibchen meist besser als zwei Männchen. Meerschweinchen werden zwischen sechs und acht Jahren alt. Das Wichtigste: Meerschweinchen sollten einfach Meerschweinchen sein. 

 

Hamster

Hamster können sehr zutraulich sein, sind dennoch aber eher weniger etwas für kleine Kinder. Die kleinen Nager haben nur eine kurze Lebensdauer und verleitet so oft Eltern dazu die kleinen Wesen als ersten Versuch zu nutzen. Doch Sie sollten beachten, dass sie leicht zu verletzen sind und dem, was so manche kleine Kinderhand anrichten kann, nicht immer standhalten können.

Die nachtaktiven Tiere sollten nicht im Schlafzimmer gehalten werden, denn sie können viel Lärm verursachen und so den Schlaf stören. Hamster sind Einzelgänger und sollte unbedingt alleine gehalten werden.


Mäuse

Mäuse werden in der Regel ohne große Mühe zahm und bleiben es auch. Sie haben nur eine sehr kurze Lebensdauer von circa zwei Jahren. Somit sind sie vielleicht etwas für Eltern und Kinder, die sich nicht für sehr lange an ein Tier binden wollen.

Einer Maus kann man viel beibringen und sie ist ausgesprochen unterhaltend. Sie lässt sich gerne anfassen uns streicheln und krabbelt auch gerne mal auf oder in der Kleidung herum.

Für eine Maus benötigen Sie einen nagefesten und ausbruchsicheren Käfig, der mit engen Gitterstäben und einer Schlafkiste, sowie Klettergerüst und Laufrad ausgestattet ist. Schon kurze Zeiten, in denen die Maus keine Zuwendung und Aufmerksamkeit erhält, reichen aus, dass sie sich langweilt und im schlimmsten Fall stirbt.


Hunde

Vorausgesetzt man möchte sich lange an ein Haustier binden, eignen sich Hund und auch Katze hervorragend als tierischer Freund, auch für Kleinkinder. Hunde spielen sehr gerne und fühlen sich auch verantwortlich für ein Kind und beschützen es, dennoch sollte man ein Kind nie ganz alleine mit einem Hund lassen. Wichtig ist, dass der Hund im besten Fall schon als Welpe Kontakt zu Kindern hatte.

Ein Hund ist ein toller Partner zum Spielen, Schmusen und Toben. Er wird nicht ohne Grund als der beste Freund des Menschen bezeichnet, denn ein Hund ist stark auf den Menschen bezogen, gesellig und ein treuer Freund. Hunde werden sehr anhänglich und gehorchen bei guter Erziehung aufs Wort. Hunde laufen und spielen außerordentlich gern. Perfekt für Eltern und Kinder, die viel Zeit haben auch mal raus zu gehen.

Ein Kind alleine ist vollkommen überfordert mit einem Hund. Bei der Erziehung bedarf es viel Geduld und die ganze Familie muss damit einverstanden sein und sich gemeinsam um das Tier kümmern. Mehrmals täglicher Auslauf ist von Nöten und das Fressen muss pünktlich bereit stehen. Große Hunde brauchen viel Platz und möglichst einen Garten. Außerdem sind dreimal täglich eine Stunde Gassi gehen Minimum. Langhaarigen Rassen muss zudem täglich das Fell gebürstet werden. So kommen am Tag mindestens zwei Stunden zusammen, in denen Sie mit dem Hund Gassi gehen, ihm Futter geben oder mit ihm spielen sollten.

Hunde leben je nach Rasse bis zu 15 Jahren und länger. Daher muss gut überlegt werden, ob man nur zuliebe des Kindes ein Tier ins Haus holt oder ob wirklich alle Mitglieder der Familie einen Hund haben wollen und sich gemeinsam um ihn kümmern.


Katzen

Katzen sind sehr eigensinnige Tiere und lassen sich nur in einem sehr geringen Maß erziehen. Nicht wie Hunden kann man ihnen Kunststücke beibringen oder sie dazu auffordern sich zu setzen. Katzen bestimmen selbst wen sie an sich heranlassen, von wem sie sich streicheln und kraulen lassen und bei wem sie sich wohlfühlen und sich auf den Schoss setzen. Katzen sind am Tage oft träge und schlafen viel. Sie werden meist erst gegen Abend und nachts so richtig aktiv. Sie können tolle Freunde für Kinder sein und haben durch ihr vieles Schmusen und Schnurren eine beruhigende Wirkung.

Ebenfalls wie bei einem Hund, muss hier die ganze Familie mit der Katze einverstanden sein, denn Katzen halten sich in der kompletten Wohnung oder Haus auf und nicht nur die meiste Zeit in einem Käfig, wie zum Beispiel ein Meerschweinchen. Zudem haben Katzen eine Lebenserwartung von 18 Jahren und länger.

Wenn eine Katze von klein auf an Kinder gewöhnt ist, ist sie sehr spielfreudig und verschmust. Dennoch ist sie gerne auch mal alleine und genießt es in Ruhe gelassen zu werden. Bei unruhigen und lauten Kindern reagiert sie manchmal auch scheu und abweisend. Es ist sinnvoll Kindern das Verhalten der Katze zu erklären, damit sie die Freiräume akzeptieren, denn eine Katze hat Krallen und Zähne, die auch schonmal zum Einsatz kommen können.

Eine Katze erfordert viel Zeit und Pflege. Langhaariger Perser beispielsweise müssen täglich gebürstet werden. Perserkatzen sind allerdings weniger für Kinder geeignet, denn sie sind meist sehr träge Tiere. Katzen können auch nur in der Wohnung gehalten werden, obwohl sie sich sehr wohl fühlen, wenn sie auch mal raus dürfen. Sie brauchen einige Plätzchen in der Wohnung, die sie für sich beanspruchen können.

Zudem sollten Sie noch beachten, dass Katzen immerzu Haare verlieren und außerdem gerne ihre Krallen an Möbeln wetzen. Deswegen ist ein Kratzbaum oder -brett sehr empfehlenswert.


Vögel

Ein Vogel kann sehr zutraulich werden und hat nichts gegen ein wenig Radau, doch ist er eindeutig kein Tier zum Schmusen, lässt sich aber dennoch ab und an gerne das Gefieder kraulen. Er sollte zudem sehr jung in die Familie kommen, so wird er am ehesten zutraulich.

Der Käfig muss mindestens einmal in der Woche gereinigt werden und dem Vogel sollte so oft wie nur möglich ein Freiflug im Haus bzw. der Wohnung gegönnt werden.

Ein Vogel alleine langweilt sich schnell. Besser ist es gleich zwei Tiere zu halten. Er braucht mindestens eine halbe bis eine Stunde Zuwendung täglich.


Reptilien

Reptilien sind nicht für Kinder geeignet. Von kleinen Kindern sind sie allemal fernzuhalten und von älteren Kindern sollten sie nur unter ständiger Beobachtung gehalten werden.

Reptilien benötigen einen hohen Pflegeaufwand und zudem kann es sehr kostspielig werden. Sie werden oft größer als man denkt und dann auch noch sehr alt.


Fische

Zwar kann man Fische nicht streicheln, wie ein Meerschweinchen, sie machen keine Kunststücke und bellen wie ein Hund können sie auch nicht, doch können sie vor allem, wenn es Jungtiere gibt, sehr lustig anzusehen sein. Es gibt Fische in vielen verschiedenen Farben, Arten und Größen und ist eine Alternative bei Tierhaarallergien.

Wünscht sich ein Kind ein Tier, dass es streicheln kann, ist ein Aquarium sicherlich zunächst eine Enttäuschung, doch viele Kinder finden Fische sehr interessant und eine beruhigende Wirkung hat das Schwimmen der Fische auch. Im Allgemeinen sind Fische genauso wie Vögel aber eher etwas für ältere Kinder. Und zudem macht ein Aquarium deutlich mehr Arbeit als die Reinigung eines Hamsterkäfigs.

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