Du möchtest deine Kaninchen, Meerschweinchen oder andere Kleintiere im Außengehege optimal vor Marderangriffen schützen? Ein gut gesichertes Gehege ist essenziell, um deine Lieblinge vor den Raubinstinkten von Mardern zu bewahren und ihnen ein sicheres Zuhause zu bieten.
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Die Gefahr durch Marder: Warum Sicherheit oberste Priorität hat
Marder sind geschickte und intelligente Raubtiere, die in der Lage sind, in vermeintlich sichere Gehege einzudringen. Sie sind nachtaktiv und oft erst dann aktiv, wenn du dich nicht mehr im Garten aufhältst. Ihr Jagdinstinkt treibt sie dazu an, nach Beute zu suchen, und Kleintiere im Außengehege stellen eine leichte Beute dar. Die Folgen eines erfolgreichen Marderangriffs können verheerend sein – von schweren Verletzungen bis hin zum Tod deiner Tiere. Daher ist es unerlässlich, präventive Maßnahmen zu ergreifen und dein Außengehege mardersicher zu gestalten.
14 essenzielle Tipps für ein mardersicheres Außengehege
1. Stabile Umzäunung aus engmaschigem Draht
Die Basis für ein mardersicheres Gehege ist eine robuste und stabil angebrachte Umzäunung. Verwende hierfür verzinkten Volierendraht oder Gitter, dessen Maschenweite nicht größer als 1 bis 2 cm sein darf. Dickerer Draht ist widerstandsfähiger gegen Aufbrechen und Verbiss. Achte darauf, dass der Draht fest im Boden verankert ist, um ein Untergraben durch den Marder zu verhindern.
2. Draht mindestens 50 cm tief eingraben
Marder sind hervorragende Gräber. Um ein Untergraben des Geheges zu verhindern, sollte der Drahtzaun mindestens 50 cm tief in den Boden eingelassen werden. Noch besser ist es, wenn der Draht zusätzlich nach außen abgewinkelt und weitere 20-30 cm tief eingegraben wird, um eine Art „U“-Form zu bilden. Dies erschwert dem Marder das Graben erheblich.
3. Bodenplatte oder Gitter als zusätzliche Barriere
Eine noch sicherere Methode ist die Verwendung einer Bodenplatte aus Beton oder einem schweren Gitter, das den gesamten Boden des Geheges abdeckt. Diese Bodenplatte sollte ebenfalls an den Seiten des Zauns befestigt sein. Ein Gitterboden verhindert nicht nur das Untergraben, sondern auch das Eindringen von bodenlebenden Raubtieren.
4. Keine Lücken und Schwachstellen überprüfen
Nimm dir regelmäßig Zeit, das gesamte Gehege auf potenzielle Schwachstellen zu überprüfen. Achte auf lose Drahtenden, verbogene Gitterstäbe oder Lücken, die ein Marder ausnutzen könnte. Selbst kleine Öffnungen können für einen geschickten Eindringling ausreichend sein.
5. Stabile und gut schließende Türen und Tore
Die Türen und Tore deines Außengeheges müssen stabil gebaut und mit sicheren Verriegelungsmechanismen ausgestattet sein. Einfache Haken oder Riegel reichen oft nicht aus, da Marder diese überwinden können. Verwende stattdessen abschließbare Riegel oder spezielle Sicherheitsschlösser, die von außen nicht leicht manipuliert werden können.
6. Überklettern des Zauns verhindern: Schutz vor dem Dach
Marder sind auch exzellente Kletterer. Ein einfacher Zaun ist oft nicht ausreichend, da sie darüber klettern können. Bringe am oberen Rand des Zauns eine Überdachung an. Dies kann ein weiter nach außen abgewinkelter Drahtgitter oder eine dichte Bedeckung sein, die das Überklettern erschwert. Achte darauf, dass die Überdachung keine Kletterhilfen wie überhängende Äste bietet.
7. Natürliche Kletterhilfen entfernen
Überprüfe die Umgebung des Außengeheges. Überhängende Äste von Bäumen, Rankgitter oder andere Strukturen, die dem Marder als Sprungbrett dienen könnten, müssen entfernt oder so verändert werden, dass sie keine Gefahr darstellen.
8. Nachtbeleuchtung als Abschreckung
Marder sind nachtaktiv. Eine helle Beleuchtung rund um das Gehege kann eine abschreckende Wirkung haben. Bewegungsmelder, die bei Annäherung Licht einschalten, sind besonders effektiv. Marder meiden in der Regel gut beleuchtete Bereiche.
9. Geruchsstoffe und Ablenkungsmanöver
Einige Halter berichten von positivem Erfolg durch das Ausbringen von Geruchsstoffen, die Marder abschrecken. Dazu gehören beispielsweise stark riechende natürliche Mittel oder auch das Platzieren von Hunde- oder Katzenhaaren in der Nähe des Geheges. Diese Methoden sind jedoch nicht immer zuverlässig.
10. Eine stabile Hütte oder ein Unterschlupf im Gehege
Die Tiere benötigen im Außengehege einen sicheren Unterschlupf, der ebenfalls mardersicher sein muss. Die Hütte sollte keine Lücken aufweisen und stabil genug sein, um einem Marder standzuhalten. Achte darauf, dass der Eingang klein genug ist, um einem Marder den Zutritt zu verwehren, aber den Tieren genügend Platz bietet.
11. Mehrere Verriegelungen an der Hütte
Selbst die stabilste Hütte kann zur Schwachstelle werden, wenn sie nicht ausreichend gesichert ist. Sorge für mehrere, gut funktionierende Verriegelungen an der Hütte, die von außen nicht leicht zu öffnen sind. Dies gilt insbesondere für Klapp- oder Schiebetüren.
12. Regelmäßige Kontrolle auf Schädlingsbefall im Umfeld
Wenn sich im Umfeld deines Geheges Ungeziefer wie Mäuse oder Ratten ansiedeln, kann dies Marder anlocken. Halte dein Grundstück sauber und sorge dafür, dass keine Nahrungsquellen für Schädlinge offen zugänglich sind. Eine regelmäßige Kontrolle auf Anzeichen von Schädlingen ist ratsam.
13. Das Gehege nicht direkt neben Büschen oder Verstecken bauen
Vermeide es, das Außengehege direkt neben dichtem Gebüsch, Holzstapeln oder anderen Orten zu bauen, die dem Marder als Versteck oder Jagdrevier dienen könnten. Ein freierer Bereich um das Gehege herum verringert das Risiko, dass sich ein Marder unbemerkt nähern kann.
14. Alternativen wie Hoch- oder Innengehege prüfen
Wenn dein Standort besonders mardergefährdet ist oder du dir zusätzliche Sicherheit wünschst, erwäge den Bau eines Hochgeheges, das auf stabilen Pfosten steht und von unten nicht untergraben werden kann. Auch die Integration eines Innengeheges oder die Verlagerung des Geheges in eine sichere Garage oder einen Schuppen kann eine Option sein, um maximale Sicherheit zu gewährleisten.
| Sicherheitslevel | Maßnahme | Beschreibung | Effektivität gegen Marder |
|---|---|---|---|
| Basis | Engmaschiger Draht | Volierendraht mit maximal 2 cm Maschenweite | Verhindert das einfache Durchdringen, aber nicht das Klettern oder Graben |
| Fortgeschritten | Tiefe Bodenverankerung | Draht mindestens 50 cm tief eingraben, idealerweise abgewinkelt | Erschwert oder verhindert das Untergraben erheblich |
| Sicher | Bodenplatte/Gitter | Betonplatte oder stabiles Bodengitter | Verhindert Untergraben und das Eindringen von unten vollständig |
| Hochsicherheit | Überdachung & Randabsicherung | Gitterüberdachung, die nach außen abgewinkelt ist | Verhindert das Überklettern von oben |
| Zusätzlich | Stabile Verriegelungen | Sicherheitsschlösser, abschließbare Riegel | Verhindert das Öffnen von Türen und Toren |
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FAQ – Häufig gestellte Fragen zu 14 Tipps: Außengehege mardersicher machen
Wie erkenne ich, ob ein Marder mein Gehege besucht hat?
Anzeichen für einen Marderbesuch können sein: Beschädigungen am Zaun (verbogener Draht, aufgehebelte Bretter), Kratzspuren am Gehege, Kotspuren in der Nähe oder im Gehege, das Fehlen von Tieren oder Verletzungen bei den Tieren. Marder hinterlassen oft auch einen charakteristischen, moschusartigen Geruch.
Kann ich mein Gehege mit Strom sichern?
Eine Stromzaunanlage ist eine sehr effektive Methode zur Abwehr von Mardern. Diese sollte jedoch fachgerecht installiert werden und ausschließlich ein schwaches Impulsstromsystem verwenden, das für die Tiere nur unangenehm ist, aber keine schweren Verletzungen verursacht. Informiere dich über die geltenden Vorschriften und lass dich gegebenenfalls von einem Fachmann beraten.
Welche Maschenweite ist wirklich mardersicher?
Für maximale Sicherheit sollte die Maschenweite des Drahtes nicht größer als 1 bis 2 cm sein. Größere Maschen können es einem Marder ermöglichen, seinen Kopf hindurchzustecken und damit möglicherweise das Gitter zu verbiegen oder in das Gehege zu greifen. Dickerer Draht ist zudem widerstandsfähiger gegen Aufbruchversuche.
Wie schütze ich das Dach des Geheges am besten?
Eine dichte Überdachung mit stabilen Gitterelementen, die nach außen abgewinkelt sind, ist ideal. Achte darauf, dass es keine Lücken gibt, durch die ein Marder hindurchschlüpfen oder herunterklettern könnte. Auch eine Abdeckung aus robustem Holz oder einer festen Plane kann unter Umständen Schutz bieten, muss aber regelmäßig auf Beschädigungen kontrolliert werden.
Kann ich normale Gartenzäune verwenden?
Normale Gartenzäune sind in der Regel nicht mardersicher. Marder sind geschickte Kletterer und Gräber. Sie können über dünne Zäune klettern oder sie untergraben. Ein spezieller, engmaschiger und tiefer eingegrabener Drahtzaun ist unerlässlich. Auch die Stabilität des Zaunmaterials spielt eine entscheidende Rolle.
Wie oft sollte ich die Sicherheit des Geheges überprüfen?
Eine regelmäßige Überprüfung ist unerlässlich. Idealerweise solltest du das Gehege täglich auf offensichtliche Beschädigungen kontrollieren, insbesondere nach stürmischem Wetter oder wenn du verdächtige Geräusche gehört hast. Eine gründliche Inspektion, bei der alle Verbindungen und Verriegelungen geprüft werden, sollte mindestens wöchentlich erfolgen.