Faszinierende Unterwasserwelten: Dein Ratgeber für Aquaristik und Fische

Tauche ein in die beruhigende Stille deiner eigenen Unterwasserlandschaft und entdecke die schillernde Vielfalt der Aquaristik. Bei HalloHaustier.de begleiten wir dich auf deinem Weg zum erfolgreichen Aquarianer, damit deine Fische ein gesundes Leben führen und dein Aquarium zum strahlenden Mittelpunkt deines Zuhauses wird.

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Die Magie der Aquaristik: Warum Fische so besonders sind

Ein Aquarium ist weit mehr als nur ein Glaskasten mit Wasser; es ist ein lebendiges Kunstwerk und ein Fenster in eine völlig andere Welt. Wenn du nach einem stressigen Tag vor deinem Becken sitzt und beobachtest, wie deine Fische majestätisch durch die grünen Pflanzenwälder gleiten, spürst du sofort eine tiefe Entspannung. Die Aquaristik verbindet Biologie, Technik und Design zu einem Hobby, das Generationen begeistert und eine ganz besondere Ruhe in deinen Alltag bringt.

Fische sind faszinierende Lebewesen mit erstaunlichen Verhaltensweisen. Ob es die fürsorgliche Brutpflege der Buntbarsche ist oder das synchrone Schwimmen eines großen Schwarms Neonsalmler – jede Art hat ihren eigenen Charakter. Als Aquarianer übernimmst du die Verantwortung für ein hochkomplexes Ökosystem. Das Verständnis für die Zusammenhänge von Licht, Wasserwerten und Nährstoffen macht den Reiz dieses Hobbys aus und schenkt dir täglich neue, inspirierende Einblicke in die Natur.

Die psychologische Wirkung eines Aquariums

Wissenschaftliche Studien zeigen immer wieder, dass das Betrachten von Fischen den Blutdruck senkt und das allgemeine Wohlbefinden steigert. In einer Welt, die immer schneller wird, bietet dir dein Aquarium einen Ort der Entschleunigung. Die sanften Bewegungen der Flossen und das leise Plätschern des Wassers wirken fast meditativ. Es ist dieses emotionale Erlebnis, das die Haltung von Fischen so wertvoll macht. Du schaffst nicht nur einen Lebensraum für Tiere, sondern auch eine Oase der Kraft für dich selbst.

Der erste Schritt: Die Planung deines Aquariums

Bevor du deine ersten Fische kaufst, steht eine sorgfältige Planung an. Ein Aquarium ist ein langfristiges Engagement, und die richtige Vorbereitung entscheidet darüber, wie viel Freude du später an deinem Hobby hast. Du musst dir überlegen, wie viel Platz du zur Verfügung hast, wie viel Zeit du in die Pflege investieren kannst und welche Art von Unterwasserwelt dich am meisten anspricht.

Die Wahl der Aquariumgröße

Entgegen der landläufigen Meinung ist ein größeres Aquarium für Anfänger oft einfacher zu handhaben als ein sehr kleines. In einem größeren Wasservolumen verzeiht das biologische System kleine Fehler eher, da sich die Wasserwerte stabiler halten. Ein Becken mit 80 bis 100 Zentimetern Kantenlänge (ca. 112 bis 180 Liter) gilt als idealer Einstieg. Nano-Aquarien hingegen, die meist unter 60 Litern liegen, sind wunderschön für Garnelen und Schnecken, erfordern aber aufgrund des geringen Volumens ein höheres Maß an Fingerspitzengefühl bei der Wasserpflege.

Der ideale Standort in deiner Wohnung

Dein Aquarium sollte an einem Platz stehen, der keine direkte Sonneneinstrahlung erhält, da dies das Algenwachstum massiv fördern und das Wasser im Sommer zu stark aufheizen kann. Achte zudem auf die Statik: Ein gefülltes Aquarium wiegt inklusive Bodengrund und Steinen deutlich mehr, als man zunächst vermuten würde. Ein stabiler Unterschrank ist daher Pflicht. Der Standort sollte zudem ruhig sein, damit die Fische nicht durch ständiges Vorbeilaufen oder zuschlagende Türen gestresst werden.

Aquariumtyp Volumen (ca.) Vorteile Schwierigkeit
Nano-Aquarium 10 – 40 Liter Platzsparend, ideal für Garnelen Mittel bis Hoch
Standard-Set 54 – 120 Liter Günstiger Einstieg, gute Auswahl Einfach
Gesellschaftsbecken 180 – 450 Liter Große Fischvielfalt möglich, stabil Einfach
Spezialbecken (z.B. Diskus) ab 450 Liter Majestätische Fische, Profi-Optik Hoch

Die Technik: Das Herzstück des Ökosystems

Damit deine Fische atmen können und das Wasser kristallklar bleibt, benötigst du eine zuverlässige Technik. Moderne Aquaristik-Technik ist heute flüsterleise und energieeffizient, sodass sie deinen Wohnkomfort nicht stört.

Das Filtersystem: Die Lunge des Aquariums

Der Filter hat zwei Hauptaufgaben: die mechanische Reinigung von Schwebeteilchen und die biologische Reinigung durch Nutzbakterien. Diese Bakterien siedeln sich im Filtermaterial an und wandeln giftiges Ammoniak und Nitrit in ungiftigeres Nitrat um. Man unterscheidet zwischen Innenfiltern, die platzsparend im Becken angebracht werden, und Außenfiltern, die mehr Platz für Filtermaterial bieten und seltener gereinigt werden müssen. Für größere Becken ist ein Außenfilter fast immer die bessere Wahl, da er das Beckenbild nicht stört und eine höhere Standzeit aufweist.

Beleuchtung für gesundes Pflanzenwachstum

Ohne Licht gibt es kein Leben im Aquarium. Deine Pflanzen benötigen Licht für die Photosynthese, bei der sie Sauerstoff produzieren – den deine Fische zum Überleben brauchen. Moderne LED-Beleuchtungen bieten heute das volle Farbspektrum und können sogar Sonnenauf- und -untergänge simulieren. Dies sieht nicht nur fantastisch aus, sondern reduziert auch den Stress für deine Fische, da sie nicht plötzlich im hellen Licht stehen oder im Dunkeln sitzen.

Heizung und Temperaturkontrolle

Die meisten Zierfische stammen aus tropischen Regionen und benötigen eine konstante Wassertemperatur zwischen 24 und 26 Grad Celsius. Ein Regelheizer sorgt dafür, dass die Temperatur stabil bleibt. Es ist wichtig, die Temperatur regelmäßig mit einem Thermometer zu kontrollieren, da eine zu hohe oder zu niedrige Temperatur das Immunsystem deiner Fische schwächen kann.

Einrichtung und Gestaltung: Dein Unterwasser-Garten

Die Gestaltung deines Aquariums, oft auch Aquascaping genannt, ist der kreativste Teil des Hobbys. Hier kannst du entscheiden, ob du eine asiatische Gebirgslandschaft, einen dichten südamerikanischen Urwald oder ein karges afrikanisches Felsenriff nachbilden möchtest.

Der richtige Bodengrund

Der Bodengrund ist das Fundament deines Aquariums. Er dient den Pflanzen als Halt und bietet nützlichen Bakterien Siedlungsfläche. Für ein bepflanztes Gesellschaftsbecken empfiehlt sich eine Kombination aus einem Nährstoffmedium (Deponit-Mix) und einer Schicht aus feinem Kies oder Sand. Achte darauf, dass der Kies keine scharfen Kanten hat, falls du Panzerwelse halten möchtest, die gerne im Boden nach Futter gründeln.

Pflanzen: Mehr als nur Dekoration

Pflanzen sind die wichtigsten Verbündeten des Aquarianers. Sie verbrauchen Nährstoffe, die sonst Algen fördern würden, und bieten den Fischen Rückzugsmöglichkeiten und Verstecke. Eine gute Mischung aus schnellwachsenden Hintergrundpflanzen (wie Wasserpest oder Vallisnerien) und langsam wachsenden Aufsitzerpflanzen (wie Anubias oder Javafarn) sorgt für ein stabiles Gleichgewicht. Pflanzen bringen Leben und Farbe ins Becken und sind essenziell für die Sauerstoffversorgung.

Hardscape: Steine und Wurzeln

Steine und Wurzeln verleihen deinem Aquarium Struktur und Tiefe. Achte darauf, nur Materialien zu verwenden, die für die Aquaristik geeignet sind. Manche Steine können das Wasser aufhärten (Kalkgehalt), was nicht für alle Fischarten ideal ist. Wurzeln, wie Moorkien- oder Mangrovenholz, geben zudem Huminstoffe ab, die das Wasser leicht bernsteinfarben färben und eine antibakterielle Wirkung haben – perfekt für viele Salmler und Zwergbuntbarsche.

Die Chemie des Glücks: Wasserwerte verstehen

Wasser ist nicht gleich Wasser. Für uns Menschen ist Leitungswasser ein Lebensmittel, für Fische ist es ihre gesamte Umwelt. Um die Gesundheit deiner Schützlinge zu garantieren, musst du die wichtigsten Parameter kennen und regelmäßig kontrollieren. Keine Sorge, du musst kein Chemiker sein, um das zu meistern.

pH-Wert, Gesamthärte und Karbonathärte

Diese drei Werte bestimmen den Charakter deines Wassers. Der pH-Wert gibt an, ob das Wasser sauer oder basisch ist. Die Gesamthärte (GH) misst den Gehalt an gelösten Mineralien, während die Karbonathärte (KH) den pH-Wert stabilisiert. Jede Fischart hat unterschiedliche Ansprüche: Ein Guppy liebt eher hartes, alkalisches Wasser, während ein Roter Neon sich in weichem, leicht saurem Wasser am wohlsten fühlt. Informiere dich vor dem Kauf deiner Fische über die Werte deines lokalen Leitungswassers.

Der Stickstoffkreislauf: Warum Geduld der Schlüssel ist

Einer der häufigsten Fehler in der Aquaristik ist das zu frühe Einsetzen der Fische. Ein neues Aquarium muss „einfahren“. In dieser Zeit bauen sich die Bakterienstämme im Filter erst auf. Nach etwa einer Woche kommt es meist zum sogenannten Nitritpeak – einem Anstieg von giftigem Nitrit (NO2). Erst wenn dieser Wert wieder bei null liegt, dürfen die ersten Bewohner einziehen. Dieser Prozess dauert in der Regel zwei bis drei Wochen. Nutze diese Zeit, um die Pflanzen wachsen zu sehen und dich an der Gestaltung zu erfreuen.

  • Temperatur: Regelmäßig prüfen (meist 24-26°C).
  • Nitrit (NO2): Muss immer bei 0 mg/l liegen.
  • Nitrat (NO3): Ein wichtiger Pflanzennährstoff, sollte aber nicht über 25-50 mg/l steigen.
  • Ammonium/Ammoniak: Besonders in der Einlaufphase kritisch.

Fischarten für dein Aquarium: Wer passt zu wem?

Die Auswahl an Zierfischen ist überwältigend. Es ist jedoch wichtig, dass die Bewohner deines Aquariums sowohl hinsichtlich der Wasserwerte als auch ihres Verhaltens zueinander passen. Ein friedliches Gesellschaftsbecken ist das Ziel der meisten Einsteiger.

Lebendgebärende Zahnkarpfen: Die bunten Klassiker

Guppys, Platys und Mollys sind wegen ihrer Farbenpracht und ihrer Vermehrungsfreudigkeit sehr beliebt. Sie sind robust und ideal für härteres Leitungswasser. Es ist eine Freude zu beobachten, wie die winzigen Jungfische zwischen den Pflanzen nach Schutz suchen. Beachte jedoch, dass diese Fische sich sehr schnell vermehren – ein Plan für den Nachwuchs ist also ratsam.

Salmler: Der Zauber des Schwarms

Nichts wirkt beeindruckender als ein Schwarm aus 20 oder 30 Neonsalmlern oder Rotkopfsalmlern, die gemeinsam durch das Becken ziehen. Salmler sind meist friedlich, benötigen aber Schwimmraum und oft etwas weicheres Wasser. Sie fühlen sich nur in einer Gruppe ab zehn Tieren wirklich sicher und zeigen dann ihr natürliches Verhalten.

Welse: Die fleißigen Bodenbewohner

Panzerwelse (Corydoras) sind die Clowns des Aquariums. Sie wuseln unermüdlich über den Boden und suchen nach Futterresten. Antennenwelse hingegen sind nützliche Algenvertilger, die mit ihren bizarren Auswüchsen auf der Schnauze sehr urzeitlich aussehen. Welse sollten in keinem Aquarium fehlen, da sie eine wichtige Rolle im Ökosystem spielen und den Bodenbereich beleben.

Labyrinthfische: Charakterköpfe mit spezieller Atmung

Fadenfische oder der berühmte Kampffisch (Betta splendens) besitzen ein Labyrinthorgan, mit dem sie atmosphärische Luft an der Wasseroberfläche atmen können. Sie bauen oft Schaumnester für ihren Nachwuchs. Kampffische sollten jedoch, entgegen ihres Namens, in der Regel alleine gehalten werden, da sie sehr revierbezogen sind und Stress durch andere Fische schlecht vertragen.

Ernährung: Was deine Fische wirklich brauchen

Eine abwechslungsreiche Ernährung ist die Basis für kräftige Farben und ein starkes Immunsystem. Nur Trockenfutter reicht auf Dauer nicht aus, um die Vitalität deiner Fische zu erhalten. Stell dir vor, du müsstest jeden Tag nur trockenes Brot essen – deinen Fischen geht es ähnlich.

Flockenfutter und Granulat

Dies ist das Grundnahrungsmittel für die meisten Zierfische. Achte auf hochwertige Produkte mit einem hohen Anteil an Fischmehl, Krebstieren und Algen. Granulat sinkt oft langsamer ab als Flocken und ist daher gut für Fische in verschiedenen Wasserzonen geeignet. Achte darauf, nur so viel zu füttern, wie die Fische in zwei Minuten fressen können. Futterreste belasten das Wasser unnötig.

Frostfutter und Lebendfutter

Um den Jagdinstinkt deiner Fische zu wecken und ihnen wichtige Proteine zu liefern, solltest du regelmäßig Frostfutter (wie Rote Mückenlarven, Artemia oder Daphnien) geben. Lebendfutter ist die absolute Krönung: Es ist faszinierend zu sehen, wie flink deine Fische werden, wenn sie kleinen Wasserflöhen hinterherjagen. Dies fördert nicht nur die Gesundheit, sondern auch das natürliche Verhalten.

Spezialfutter für Bodenbewohner

Welse benötigen spezielles Futter in Tablettenform, das schnell zu Boden sinkt. Viele Harnischwelse brauchen zudem pflanzliche Kost. Eine Scheibe überbrühte Gurke oder Zucchini ist für viele Welse ein echtes Festmahl. Achte darauf, Gemüse nach spätestens 24 Stunden wieder aus dem Becken zu entfernen.

Pflege und Wartung: Wenig Aufwand für viel Freude

Ein gut eingefahrenes Aquarium macht weniger Arbeit, als viele denken. Mit einer Routine von etwa 30 bis 60 Minuten pro Woche bleibt dein Becken in Top-Zustand. Beständigkeit ist hier wichtiger als Großputz-Aktionen.

Der wöchentliche Teilwasserwechsel

Dies ist die wichtigste Pflegemaßnahme. Durch den Austausch von ca. 30 % des Wassers entfernst du Schadstoffe und führst frische Mineralien zu. Nutze einen Mulmsauger, um gleichzeitig Futterreste und Kot aus dem Kies zu entfernen. Achte darauf, dass das frische Wasser etwa die gleiche Temperatur hat wie das Beckenwasser, um die Fische nicht zu schocken.

Scheibenreinigung und Pflanzenpflege

Mit einem Magnetreiniger oder einem Klingenschaber lassen sich Algenbeläge an den Scheiben leicht entfernen. Kontrolliere bei dieser Gelegenheit auch deine Pflanzen: Entferne abgestorbene Blätter und kürze zu lang gewordene Stängel. Ein regelmäßiger Pflanzendünger (Eisen und Mikronährstoffe) sorgt dafür, dass dein Unterwasser-Dschungel sattgrün bleibt.

Filterreinigung: Weniger ist mehr

Reinige deinen Filter niemals zur gleichen Zeit wie den Wasserwechsel. Der Filter sollte erst gereinigt werden, wenn der Durchfluss merklich nachlässt. Spüle das Filtermaterial nur grob mit lauwarmem (nicht heißem!) Wasser aus, damit die wertvollen Bakterienkulturen nicht abgetötet werden. Verwende niemals Reinigungsmittel!

Fischgesundheit: Vorbeugen ist besser als Heilen

Gesunde Fische haben klare Augen, eine glatte Schleimhaut und zeigen ein aktives Fressverhalten. Die meisten Krankheiten im Aquarium entstehen durch Stress oder schlechte Wasserwerte. Ein wachsames Auge ist deine beste Versicherung.

Anzeichen von Krankheiten erkennen

Wenn ein Fisch sich absondert, die Flossen klemmt, weiße Pünktchen auf der Haut zeigt oder heftig atmet, stimmt etwas nicht. Die häufigste Krankheit ist die Weißpünktchenkrankheit (Ichthyophthirius), die sich meist gut mit Medikamenten behandeln lässt. Oft hilft bereits eine leichte Temperaturerhöhung oder ein zusätzlicher Wasserwechsel, um das Immunsystem der Tiere zu unterstützen.

Quarantäne: Sicherheit für den Bestand

Wenn du neue Fische kaufst, ist es ideal, diese zunächst für zwei Wochen in einem separaten Quarantänebecken zu beobachten. So verhinderst du, dass Krankheitserreger in dein Hauptbecken eingeschleppt werden. Sollte dies nicht möglich sein, achte beim Kauf extrem genau auf den Gesundheitszustand der Tiere im Händlerbecken. Kaufe niemals Fische aus einem Becken, in dem bereits tote oder kranke Tiere schwimmen.

Die Ethik der Aquaristik: Verantwortung für Lebewesen

Als Aquarianer tragen wir eine große Verantwortung. Viele Fische werden leider immer noch unter fragwürdigen Bedingungen gefangen oder gezüchtet. Wir bei HalloHaustier.de legen Wert auf eine nachhaltige Aquaristik. Informiere dich über die Herkunft deiner Fische und bevorzuge Nachzuchten gegenüber Wildfängen.

Artgerechte Haltung als oberstes Gebot

Jeder Fisch hat ein Recht auf eine Umgebung, die seinen natürlichen Bedürfnissen entspricht. Ein Fisch, der in einem zu kleinen Becken gehalten wird, leidet unter Kümmerwuchs und Dauerstress. Respektiere die Endgröße der Tiere – ein kleiner, süßer „Haiwels“ im Laden kann im Aquarium schnell zu einem 50-Zentimeter-Riesen heranwachsen. Planung und Wissen sind der beste Tierschutz.

Nachhaltigkeit im Hobby

Du kannst dein Hobby umweltfreundlicher gestalten, indem du auf energiesparende LED-Technik setzt, torffreie Produkte verwendest und beim Kauf von Pflanzen auf regionale Gärtnereien achtest. Ein gesundes Aquarium kann viele Jahre lang bestehen und Generationen von Fischen ein Zuhause bieten. Diese Beständigkeit macht den wahren Kern der Aquaristik aus.

Häufige Fragen zu Fischen und Aquaristik

Wie viele Fische darf ich in mein Aquarium setzen?

Eine alte Faustregel besagt: 1 cm Fisch pro 2 Liter Wasser. Dies ist jedoch nur ein grober Richtwert. Viel wichtiger ist die Aufteilung im Becken (Boden, Mitte, Oberfläche) und die Verträglichkeit der Arten. Ein überbesetztes Becken führt schnell zu schlechten Wasserwerten und Stress. Weniger ist oft mehr – ein Aquarium wirkt harmonischer, wenn die Fische Platz zum Schwimmen haben.

Wie lange sollte das Licht im Aquarium brennen?

Die optimale Beleuchtungsdauer liegt zwischen 8 und 12 Stunden. Viele Aquarianer nutzen eine Mittagspause von 2 bis 3 Stunden (Licht aus), um das Algenwachstum zu hemmen, während die Pflanzen diese Pause gut vertragen. Eine Zeitschaltuhr ist hier ein unverzichtbares Hilfsmittel für einen geregelten Tag-Nacht-Rhythmus.

Warum sterben meine Fische kurz nach dem Einsetzen?

Oft liegt dies an einem „Ammoniumschock“ oder einem zu hohen Nitritwert, weil das Becken nicht lange genug eingefahren wurde. Ein weiterer Grund kann der osmotische Schock sein: Wenn die Unterschiede in den Wasserwerten zwischen dem Transportbeutel und deinem Aquarium zu groß sind, leiden die Organe der Fische. Gewöhne neue Fische über mindestens 30 bis 60 Minuten langsam an dein Wasser, indem du schrittweise kleine Mengen Aquariumwasser in den Beutel gibst.

Brauche ich eine CO2-Anlage für meine Pflanzen?

CO2 ist der wichtigste Nährstoff für Pflanzen. In einem schwach bepflanzten Becken mit anspruchslosen Arten wie Javafarn oder Wasserpest ist eine Anlage nicht zwingend erforderlich. Wenn du jedoch einen dichten Pflanzendschungel oder lichthungrige Bodendecker pflegen möchtest, bewirkt eine CO2-Düngung oft wahre Wunder. Die Pflanzen wachsen schneller, sind kräftiger grün und produzieren mehr Sauerstoff.

Was mache ich mit den Fischen, wenn ich in den Urlaub fahre?

Gesunde, erwachsene Fische können problemlos eine Woche ohne Futter auskommen, da sie in der Natur auch nicht täglich fressen. Für längere Reisen gibt es Futterautomaten oder Ferienfutter in Tablettenform. Am besten ist es jedoch, wenn ein Nachbar alle zwei bis drei Tage nach dem Rechten sieht. Wichtig: Gib dem Urlaubsvertreter vorportionierte Futtermengen, da Laien dazu neigen, viel zu viel zu füttern, was das Wasser kippen lassen kann.

Warum ist mein Wasser grün oder trüb?

Grünes Wasser deutet auf eine Algenblüte hin, oft ausgelöst durch zu viel Licht oder zu viele Nährstoffe (Nitrat/Phosphat). Eine weiße Trübung ist meist eine Bakterienblüte, die oft in frisch eingerichteten Becken auftritt und von selbst verschwindet. In beiden Fällen helfen Wasserwechsel und eine Überprüfung der Fütterungsmenge sowie der Beleuchtungszeit.

Muss ich den Filter nachts ausschalten?

Nein, niemals! Der Filter muss 24 Stunden am Tag laufen. Die nützlichen Bakterien im Filter benötigen ständig fließendes, sauerstoffreiches Wasser. Schon nach wenigen Stunden Stillstand beginnen die Bakterien abzusterben, was beim Wiedereinschalten giftige Stoffe ins Becken spülen kann. Der Stromverbrauch moderner Filter ist so gering, dass sich das Ausschalten ohnehin nicht lohnen würde.

Mein Fisch hat einen dicken Bauch – ist er krank oder schwanger?

Bei Lebendgebärenden wie Guppys oder Mollys ist ein dicker Bauch oft ein Zeichen für bevorstehenden Nachwuchs; man erkennt dies meist auch an einem dunklen Trächtigkeitsfleck am Hinterleib. Wenn der Fisch jedoch zusätzlich die Schuppen abspreizt (wie ein Tannenzapfen) oder glotzige Augen bekommt, könnte es sich um Bauchwassersucht handeln, eine ernsthafte bakterielle Infektion. In diesem Fall ist schnelles Handeln und eventuell eine Isolation des Tieres nötig.

Kann ich Steine aus der Natur in mein Aquarium legen?

Grundsätzlich ja, aber du musst sie vorher gründlich testen. Reinige sie mit heißem Wasser (keine Seife!). Mit einem Essigtest kannst du prüfen, ob der Stein kalkhaltig ist: Schäumt es beim Auftropfen von Essigessenz, gibt der Stein Kalk ab und härtet das Wasser auf. Sammle keine Steine an viel befahrenen Straßen oder gedüngten Feldern, da sie Schadstoffe enthalten könnten.

Wie erkenne ich, ob sich meine Fische wohlfühlen?

Wohlbefinden zeigt sich durch natürliches Verhalten: Die Fische schwimmen frei im Becken umher, zeigen kräftige Farben, fressen gierig und atmen ruhig. Wenn Fische sich ständig verstecken, an der Oberfläche nach Luft schnappen oder hektisch gegen Gegenstände schießen, ist das ein Zeichen für Stress oder schlechte Umweltbedingungen. Ein gesundes Aquarium sprüht vor Energie und Lebendigkeit.

Welche Schnecken sind gut für das Aquarium?

Schnecken sind die Gesundheitspolizei deines Beckens. Posthornschnecken oder Turmdeckelschnecken fressen Futterreste und lockern bei der Suche den Bodengrund auf, was Fäulnis verhindert. Rennschnecken sind fantastische Algenfresser. Eine Schneckenplage tritt übrigens nur dann auf, wenn du zu viel fütterst – sie sind also ein hervorragender Indikator für deine Fütterungsgewohnheiten.